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Kurz nach Mittag erreichten wir zu elft Vallesinella (1513 m) im Trentino. Von dort stiegen wir bei Sonnenschein zu unserem Quartier auf. Das Gewicht unserer Rucksäcke war anfangs noch gewöhnungsbedürftig.
Wir waren im Naturpark Adamello-Brenta unterwegs. Nach dem knapp dreistündigem Aufstieg bezogen wir unsere Lager in der Rifugio Brentei (2175 m). Beim Abendessen verwöhnten uns die gastfreundlichen Italiener mit einem dreigängigem Menü. Mit Witz und Erzählungen zerronnen die Abendstunden bis zur Hüttenruhe. Nachts hörte man keine Schnarcher.
Nach dem Frühstück machten wir uns gut gerüstet mit Steigeisen, Gurt, Helm und Klettersteig-Set auf den Weg. Das abwechslungsreiche Gelände, mit Gletschern, Blumenwiesen mit Edelweiß, versicherten Steigen, Kraxlerei im 1. und teilweise 2. Schwierigkeitsgrad sorgte für viel Abwechslung. Sonne, Wolken und Nebelschaden ließen die Berge noch interessanter erscheinen. Die Tour führte über den Klettersteige "VIA DELLE BOCHETTE SOSAT" – an der Rifugio Tucket vorbei – über den "SENTIERO DELLE BOCHETTE ALTE" zur Rifugio Alimonta. Nach einem Capuccino stiegen wir zu unserer Herberge ab. Nachdem an diesem Tag die Dreitausender-Höhenmarke überwunden war, gab der Wick abends a Schnapserl aus.
Am nächsten Tag hatte Siegi wieder die Tour super geplant und die Wetterlage gut eingeschätzt. Unser Weg führte über die Rifugio Alimonta (2580 m) – zum Klettersteig "VIA DELLE BOCHETTE SENTIERO" und zur Rast zur Rifugio Tosa Pedrotti (2491 m). Der Weg führte über ausgesetzte Bänder mit herrlichen Tiefblicken und durch imposante Felstürme.
Am letzten Tag stiegen wir morgens ab und erreichten das Auto bei einsetzendem Regen. Nach einer kurzen Einkehr in Madonna di Campiglio gings wieder heimwärts. |